31. Oktober 2016

Ein Teil mehr Consistent Webdesign

Erfolgreiche Websites mit vertrauter Usability.

Hamburger-Menu

«Keine Experimente» ist auch für Webdesigner kein falsches Motto. Denn so wichtig wie Kreativität ist bei der Erstellung eines Designs für eine Website auch, dass der Benutzer sich auf der Seite rasch zurechtfindet. Und das erreicht der Designer am besten, wenn er bei konventionellen, klassischen Designelementen bleibt (Stichwort: «consistent web design») und den User nicht mit vollkommen neuen Usability-Elementen überfordert.

Warum wird die Usability einer Website mit gängigem Webdesign wahrscheinlich erfolgreich sein?

Angenommen, ein Webdesigner entwickelt ein Design, das es so noch nicht gab. Mit seinem Geist und seiner Kreativität hat er etwas Individuelles geschaffen, worauf er stolz ist. Er vergisst dabei allerdings eine sehr wichtige, alles entscheidende Komponente: Webdesign ist keine reine Kunst, die der Designer zum Zwecke seiner Selbstverwirklichung schafft – denn eine Website ist immer auch ein Produkt, das für Internetuser gedacht ist.

Sie sollen sich hier umsehen, Interesse entwickeln und möglicherweise etwas kaufen. Daher ist es unerlässlich, dass der Webseitenbesucher sich wohl fühlen und am Design erfreuen kann. Das allerdings geht nur, wenn er vertraute Elemente wiedererkennt, anhand deren er sich auskennt und weiss, was zu tun ist oder was er vermutlich wo findet. Ein verwirrter User, der vor lauter Innovationen und Kreativität vollkommen überfordert ist, wird sich nicht wohlfühlen und die Seite wahrscheinlich schnell wieder verlassen.

Erkennt der Nutzer hingegen Elemente und findet sich auf der Webpräsenz deswegen zurecht, fühlt er sich respektiert: Er hat das Gefühl, bei der Webseitengestaltung wurde auf seine Kenntnisse und Erfahrungen Rücksicht genommen und darauf Wert gelegt, dass er die Seite leicht bedienen kann. Das macht ihm die Webseite automatisch sympathisch und motiviert ihn zu bleiben und sich weiter umzusehen. Usability ist hier das richtige Stichwort.

Hamburger Button und mehr: Welche klassischen Designelemente sollte Webdesign beinhalten?

Auf vielen Webseiten findet der User einen Button mit drei Streifen. Fast jeder weiss mittlerweile, was sich hinter diesem sogenannten «Hamburger» Button befindet: Die Webseiten-Navigation. Denn das Hamburger-Symbol ist ein absoluter Klassiker. Zwar ist die Navigation zunächst nicht sichtbar, sondern erscheint erst durch Anklicken des «Burgers», was natürlich auch wieder zur Verwirrung des Webseitenbesuchers beitragen könnte. Nur sind die meisten Menschen, die hin und wieder Zeit im Internet verbringen, insbesondere auf ihren mobilen Endgeräten, inzwischen so vertraut mit diesem Button, dass sich die Frage «Wo ist eigentlich das Menü?» gar nicht mehr stellt. Denn gerade auf Smartphones und Tablets, wo aufgrund der kleinen Bildschirme immer Platzmangel herrscht, ist die Hamburger Navigation wirklich sehr verbreitet.

Natürlich wird aber auch so gut wie jeder Internetnutzer mit einem ganz gewöhnlichen, sogleich sichtbaren Menü zurechtkommen, das in der Regel entweder vertikal am linken Rand der Website oder horizontal im oberen Bereich der Homepage angebracht ist.

Ein weiteres wichtiges Merkmal eines klassischen, gut verständlichen Webdesigns ist eine auffällige Gestaltung der wichtigsten Elemente, damit diese als bedeutend erkannt werden, sowie eine optisch klar erkennbare Reihenfolge, vor allem dann, wenn es um Haupt- und Unterpunkte der Navigation geht. Der User muss genau verstehen, welche Punkte auf derselben Hierarchieebene liegen und wann ein Punkt einem anderen untergeordnet ist.

In der Regel fühlen sich Internetnutzer auch wohler, wenn sie nicht mit allzu vielen und allzu aussergewöhnlichen und gar «verrückten» Farbkombinationen konfrontiert werden. Viel Weiss und Schwarz und die Beschränkung auf einige wenige, zum Corporate Design oder zum Thema der Webseite passende Farben sorgen in der Regel für ein hohes Mass an Übersichtlichkeit. Durcheinander und Chaos sind für Webseitenbesucher eine Zumutung. Das gilt auch dann, wenn es um den Lesefluss geht, der nicht durch Werbung, Bilder, Videos oder Animationen gestört werden sollte.

Natürlich sind einige dieser Elemente notwendig oder sinnvoll, jedoch sind sie so zu platzieren, dass der Nutzer die Möglichkeit hat, den Text ohne Unterbrechung zu lesen, etwa indem sie sich auf einer Seite befinden, während auf der anderen Seite der Text weiterläuft, oder bereits vor oder erst nach dem Text platziert werden. Dies kommt stets auf die Länge des Textes an, denn ein sehr langer reiner Textfluss ohne auflockernde oder den Text unterstreichende Elemente kann ebenso problematisch sein. Eine gängige Ausrichtung der Texte ist linksbündig. Verläuft der Text zentriert oder rechtsbündig, könnte auch dies schon Verwirrung oder mindestens Entfremdung wecken.

Eine klassische, intuitiv zu bedienende Designart für Webseiten ist das sogenannte Card Design, welches aus einfachen Kästen, bestehend aus Bild- und Textteil, zusammengesetzt ist. Ein Höchstmass an Übersichtlichkeit ermöglicht dem User, sich schnell und ohne Aufwand über die Inhalte der Webseite zu informieren. Je nach Wichtigkeit eines Kasteninhalts kann die Aufmerksamkeit des Nutzers beispielsweise mit Bildgrössen gelenkt werden.

Eine wichtige Rolle spielen bei Webseiten in der Regel auch Buttons, weshalb hierauf ein besonderes Augenmerk zu legen ist. Buttons sollen den Nutzer zu einer Aktion, nämlich sie zu betätigen, animieren, weshalb es sehr wichtig ist, dass der User einen Button auch immer als solchen erkennt. Immer gleich gestaltete, deutliche, grosse Buttons gehören also ebenfalls zu einem gängigen und leicht verständlichen Webdesign.

Bedeutet Webdesign, Altbekanntes zu kopieren?

Natürlich geht es beim Webdesign nicht darum, andere Webseiten und deren Elemente zu kopieren. Doch in der Regel hat jede Komponente, die oft verwendet wird, einen Grund für ihren Erfolg. Die Aufgabe des Webdesigners ist, sich über diese Gründe Gedanken zu machen: Warum ist ein Designelement so erfolgreich? Was sind seine Vorteile?

Der nächste Schritt sollte dann sein, diese Klassiker mit all ihren Pluspunkten zu verwenden und sie so umzugestalten, dass sie noch immer vom User verstanden werden und eine vertraute Wirkung auf ihn haben, aber gleichzeitig auch ein neues, kreatives, gewisses «Etwas» aufweisen, welches die Website individuell macht.

Es ist also wichtig, sich bei der Designentwicklung Gedanken zu machen und an das Wohl des Internetnutzers zu denken und etwas gut funktionierendes nicht nur wegzulassen und stattdessen etwas vollkommen anderes zu machen, um einfach etwas anderes gemacht zu haben, was sonst keiner hat. Das muss nicht unbedingt gut sein.

Selbstverständlich darf der Bereich Webdesign nicht stehen bleiben, Entwicklungen und Innovationen muss es geben. Doch die Entwicklung sollte auf vertrauten Elementen beruhen. So gesehen ist es vollkommen in Ordnung, sich von bewährten Elementen inspirieren zu lassen – jeder gute und kreative Webdesigner wird die erfolgreichen Klassiker auf seine eigene Art und Weise umsetzen, und früher oder später entwickelt sich vollkommen Neues daraus, das nichtsdestotrotz aufgrund der schrittweisen Entwicklung einen vertrauten Charakter hat und vom User schnell verstanden wird.

Brauchen Sie Hilfe in Bezug auf gängiges, modernes Webdesign?

Die Experten von TEIL.CH helfen Ihnen gerne bei der Entscheidung, welche Elemente wie z.B. ein Hamburger Menus etc. für Ihre Website die Richtigen sind.

Alain Zeiter

Ihr Ansprechpartner

Alain Zeiter, Geschäftsführer / Partner
+41 43 888 90 70,  alain.zeiter@teil.ch

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